BETEILIGUNGUND BILDUNG

Bildung ist mehr als der Erwerb von Wissen und Inhalten. Durch Beteiligung innerhalb der Bildungsarbeit entwickelt die Zielgruppe Fähigkeiten und Kompetenzen für ein selbstständiges, unabhängiges und demokratisches Leben, die über den Erwerb von Wissen hinausgehen.

In der schulischen Bildungsarbeit können die Schüler*innen an der Erschließung der Lehr- und Lerninhalte innerhalb aller Schulformen beteiligt werden. Hierbei wählen sich die jungen Menschen die Zugänge und Wege zu den (im Lehrplan vorgegebene) Lerninhalten selbst. Durch diese Individualisierung des Lernprozesses wird an den Bedarfen und Themen der Kinder und Jugendlichen angeknüpft und darauf aufgebaut. Das steigert nicht nur die Motivation der Lernenden, sondern entwickelt auch deren Kompetenzen. Die Beteiligung junger Menschen kann in ganz unterschiedlichen Formen sowohl in Projekten als auch im täglichen Unterricht stattfinden. Die Pädagog*innen (Lehrer*innen) verstehen sich hierbei als Lernbegleiter*innen und sorgen für den Zugang zu Informationen sowie geeigneten Methoden. Entscheidend für ein Gelingen ist hierfür weniger der Wissensvorsprung der Lehrer*innen als deren Methodenkompetenz und Bereitschaft sich auf individuelle Wege einzulassen und hierin die Schüler*innen zu unterstützen.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung entwickelt gemeinsam mit Schulen, Lehrer*innen und Pädagog*innen Konzepte für gelingende Beteiligung im schulischen Bildungsalltag, vernetzt Akteur*innen aus diesem Bereich und bildet weiter. Eine Übersicht zu unseren Angeboten ist hier zu finden.

In der Ausbildung kann Beteiligung sowohl den Betrieben als auch an Berufsschulen stattfinden. Wo junge Menschen beteiligt werden, ihre Sichtweisen, Interessen und Zugänge eine Rolle spielen, bauen sie Bindungen zur eigenen Ausbildung, den Betrieben sowie der künftigen Arbeit auf. Wenn junge Menschen innerhalb ihrer Ausbildung die Möglichkeit zur Mitbestimmung und -gestaltung bekommen, entwickeln sie ein klares Ziel. Immer dann, wenn das eigene Ziel oder das Motiv erkennbar wird, wächst bei den Jugendlichen auch Motivation für ihre Arbeit. Beteiligung wirkt sich somit unmittelbar auf die Motivation der jungen Menschen sowie deren Identifikation mit deren Arbeit aus.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung berät Betriebe, Ausbilder*innen und Lehrer*innen der Berufsausbildung und entwickelt mit ihnen individuelle Beteiligungs-konzepte und -angebote. Eine Übersicht zu unseren Angeboten ist hier zu finden.

Im Freiwilligendienst lernen die Jugendlichen innerhalb ihrer Arbeit in den Einsatzstellen wie auch auf den Seminaren und Bildungswochen, die von den jeweiligen Trägern der Freiwilligendienste organisiert und angeboten werden.

Innerhalb der Seminararbeit sollen die Jugendlichen an der inhaltlichen und gestalterischen Ausrichtung der Bildungswochen mitwirken und eigene Themen einbringen können. Die begleitenden Pädagog*innen verstehen sich in diesem Kontext als Unterstützer*innen und erfahrene, methodenkompetente Partner*innen bei der gemeinsamen Gestaltung der Bildungseinheiten.

In den Einsatzstellen sollen durch die Freiwilligen eigene Projekte entwickelt und umgesetzt werden, die sich an den Wünschen und Bedarfen der Jugendlichen orientieren. Darüber hinaus sollen die jungen Menschen im Alltag an der Gestaltung und Ausrichtung der eigenen Arbeit mitwirken können.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung bietet für Träger im Freiwilligendienst, Beratung, Moderation, Konzeptentwicklung sowie Input und Impulse für die Arbeit mit den Einsatzstellenbegleiter*innen (z.B. auf Einsatzstellenkonferenzen) an.

Eine Übersicht zu unserem Angebot ist hier zu finden.